Spielbericht – Song of Blades and Heros (Arras vs. Aasschlürfer)

Battle-Report – Song of Blades and Heros (Arras vs. Carrion-Slurper)

SoBaH

Am Wochenende habe ich das erste Mal in diesem Jahr gespielt! Nachdem jetzt Ferienzeit ist und wir noch einige Tage bist zum eigentlichen Urlaub „überbrücken“ müssen, hat sich meine jüngste Tochter ein gemeinsames Spiel gewünscht. Ziemlich genau ein Jahr sind nun vergangen, seit wir gegeneinander „Song of Blades and Heros“ gespielt haben. Daran wollten wir anknüpfen und die Abstände zwischen den Spielpartien verkürzen! 😉 Gespielt haben wir nach der ersten (deutschsprachigen) Edition.

Last weekend I had the chance to do may first game this year! Now with the beginning of the holiday season, we have a few days to „bridge“ to our vacation trip and my youngest daughter wanted a joint game. Almost exactly one year has passed since we played „Song of Blades and Heros“ together. We wanted to build on this and shorten the distances between the game parts! 😉 We played the first (German language) Edition.

Für die junge Dame stand fest, dass sie mit ihrer eigenen Truppen das Spiel bestreiten wollte. Nicht mit einer meiner beiden und auch nicht mit den Zwergen ihrer Schwester. Nein, sie zog es vor mit „Aasschlürfers Kellerbande“ in die Schlacht zu ziehen. Hier seht Ihr die Truppe in ihrer ganzen Pracht:

To the young Lady it was clear that she wanted to do the game with her own troops. Not with one of mine and not with the dwarves of her sister. No, she preferred to go to battle with „Carrion-Slurpers Cellar-gang“. Here you can see their troops in all the splendor:

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Angeführt wird die Bande von Aasschlürfer, einem Hyänenmenschen-Häuptling (oder Gnoll). Er gebietet über zwei Kobold-Scharmützler (ausgerüstet mit Wurfspeeren – hier mit Kurzbogen ausgerüstete Modelle), acht Kobold-Krieger (Handwaffe mit Schild – oder auch Fackeln 😉 ), zwei Rattlingkrieger (die beiden Riesenratten), einen Ratten- und einen Tausendfüsslerschwarm (letzteres ist das bunte Etwas vorne rechts!).

The gang is led by Carrion-Slurper, a Gnoll-chieftain. He has two goblin skirmishers (equipped with javelins – her models are equipped with short bows), eight goblin warriors (hand weapon with shield – or torches 😉 ), two rattling warriors (the two giant rats), a ratswarm and a centipedeswarm (the latter is the colorful something on the front right!).

Ich trat mit meiner Gruppe mythologisch angehauchter Griechen an. Nach dem Helden eines schönen Buches, habe ich meinen Befehlshaber „Arras“ genannt. Wie Jason auf der Suche nach dem goldenen Vlies, gebot auch Arras über eine Schiffsmannschaft. Ihr seht sie hier:

I joined the game with my group of Greek mythologists. According to the hero of a beautiful book (sorry only in german available), I have called my commander „Arras“. Like Jason in search of the golden fleece, Arras also commanded a ship’s team. You can see them here:

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Sechs schwere Infanteristen (Hopliten) wurden von drei leichten Infanteristen (eigentlich mit Bogen, bei mir aber mit Schleudern, dafür halbnackt) begleitet. Als schwerer Brocken habe ich einen Minotaurenkrieger mit dazu gepackt.

Six heavy infantrymen (hoplites) were accompanied by three light infantry(wo)men (actually with bow, but here with with slings AND half naked). As a hard hitter I packed a Minotaur warrior with it.

Und so trafen die beiden unterschiedlichen Streitkräfte auf der Suche nach einem magischen Gegenstand in der Nähe alter Ruinen, umgeben von kleinen Wäldern und Steinbrüchen.

And so the two different forces were in search of a magical object and met near ancient ruins surrounded by small forests and quarries.

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Das Szenario wollte es, dass der Spieler der die Rolle des Angreifers übernahm, drei Schatzmarker in Geländeteilen versteckte. Sobald eine Figur einen Marker berührte, wurde 1W6 geworfen. Bei 5 und 6, stößt man auf einen magischer Gegenstand und die anderen Marker werden entfernt. Bei 1 bis 4 stellt sich der Marker als eine Illusion heraus. Je 25 Punkte getöteter Feinde ergeben 1 Siegpunkt und der magische Gegenstand bringt 3 Siegpunkte.

The scenario was that the player who took the role of the attacker hid three treasure markers in terrain. As soon as a figure touched a marker, 1W6 was thrown. At 5 and 6, one encounters a magical object and the other markers are all removed. At 1 to 4 the marker turns out to be an illusion. Each 25 points of killed enemies will give 1 victory point and the magic item alone brings 3 victory Points.

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„Hinter den Felsen liegt der Schatz!“ / „The treasure is behind the rocks!“
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Die leichte Infanterie rückt vor / The light infantry is advancing

Die Spieleröffnung ging an meine Tochter. Als aber ihre beiden Schwärme nach vorn rückten, verweigerten die andern Truppen, zusammengefasst als Gruppen, ihrem Anführer die Befehle (zwei fehlgeschlagene Aktivierungen)! Ich war an der Reihe. Ich ließ alles vorrücken und nutze die hohe Geschwindigkeit meines Minotauren, um die beiden Schatzmarker im Einflussbereich der Kellerbande zu bedrohen. Drei Aktivierungen waren mir dabei sehr hilfreich. 🙂

The first turn went to my daughter. When, however, their two swarms advanced forward, the other troops, handled as groups, denied the commands (two failed activations) of their leader! It was my turn. I let everything move forward and used the high speed of my Minotaur to threaten the two treasure markers in the area of the Cellar-gang. Three activations were very helpful to me. 🙂

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Riese gegen Winzlinge / Giant vs. mites
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Hopliten sichern einen Schatzmarker/Hoplites reach a treasure marker

Meine Tochter war wieder von Pech geschlagen – ihr erster Aktivierungsversuch ging mit drei „1“en komplett daneben und mir gelang es danach mit dem Minotaurus den Tausendfüsslerschwarm durch einen grauenhaften Schlag zu vernichten. Meine schweren Infanteristen sicherten im Wald einen Schatzmarker, mussten aber feststellen, dass es nur wertloser Plunder war (Wurf 1 – 4 😦 ).

My daughter was struck by bad luck again – her first activation attempt was complete rubbish with three „1“s and after this I succeeded  with the Minotaur to destroy the centipedeswarm with a horrible blow. My heavy infantrymen secured a treasure marker in the forest, but had to realize that it was only worthless litter (dice 1 – 4 😦 ).

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„Wir diskutieren noch!“/ „We are still discussing!“
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„Wer darf zuerst an den Schatz?“ / „Who can go first to the treasure?“

Während sich die Kobolde und Rattlinge noch darüber unterhielten, wer die jeweiligen Schatzmarker zuerst schnappen sollte, nahm sich der Minotaurus auch noch den Rattenschwarm vor. Die leichte Infanterie stürmte vorwärts, konnte jedoch ihre Schleudern nicht einsetzen. Die schwere Infanterie hatte sich derweil im Wald verheddert und  kam nicht mehr heraus (schweres Gelände verlangt 2 Aktivierungen auf die 4+).

While the goblins and rattlings were still talking about who should grab the respective treasure markers first, the Minotaur took the chance and attacked the ratswarm. The light infantry stormed forward, but could not use its slings/bows. Meanwhile the heavy infantry had become tangled in the forest and could not get out (heavy terrain requires 2 activations on a 4+).

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„Totes Fleisch!“ / „Dead meat!“

Der Rattenschwarm wehrte sich allerdings heftig und lies sich nicht sofort ausschalten! Dementsprechend war es dem Gnollhäuptling dann doch zu bunt und er marschierte auf den Minotaurus vor (auch wenn die Gnollfigur recht groß ausfällt, steht sie doch auf einem kleineren Base als der Minotaurus). Dies veranlasste die Rattlingkrieger und die Kobold-Scharmützler ihre Bedenken zu begraben und sich den Schatzmarker vor ihrer Nase zu schnappen. Doch auch hier entpuppte sich der Schatz nur als „Katzengold“!

The rat swarm, however, resisted fiercely and could not be turned off immediately! So the Gnoll-chieftain got angry and he marched straight to the Minotaur (even if the Gnoll miniature is quite large in size, it is on a smaller base than the Minotaur). This caused the rattling warriors and the goblin skirmishers to bury their concerns and grab the treasure-marker in front of their noses. But here again, the treasure turned out to be „Fool’s gold“!

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„Ich bin der Erste!“, „Nein, ich!!!“ / „I am the first one!“, „No, it’s ME!!!“
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„Der Erste bin ICH!“ / „I AM the first one!“

Nachdem sich der Gnollhäuptling und der Minotaurus ein paar mal geschlagen hatten, versuchten die Koboldkrieger klammheimlich den Schatz (das musste er schließlich sein) zu mopsen. Als der Minotaurus das merkte, nutzte er die Gunst der Stunde als der Gnoll abgelenkt (zurückgedrängt weil er den Nahkampf verloren hatte) war und versperrte den vorwitzigen Winzlingen den Zutritt. Daraus entspann sich ein verzweifelter Nahkampf.

After the chieftain and the Minotaur had beaten each other a few times, the goblin warriors tried to munch the treasure (this had to be the one). When the Minotaur noticed this, he used the favor of the hour when the Gnoll was distracted (repressed because he had lost the melee) and blocked the way for the mites. This resulted in a desperate melee.

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Attacke! / Attack!

Die leichten Infanteristinnen waren mittlerweile auf ideale Reichweite herangekommen und setzten ihre Reize, … ähm, Waffen effektiv ein. Mehrere Treffer schickten den Hyänenmenschen zu Boden. Nachdem der Minotaurus den Schatz selbst nicht bergen konnte (das Base war zu groß um in den Steinkreis zu kommen), mischte er sich nochmals in den Nahkampf ein und tötete den Gnoll. Die Kobolde schnappten sich nun den magischen Gegenstand (= Magische Wurfspeere; 6 an der Zahl) und rannten um ihr Leben. Da sie damit 3 Siegpunkte für sich verbuchen konnten und der Gnoll noch eine leichte Infanteristin (= mehr als 25 Punkte; macht zusätzlich 1 Siegpunkt) getötet hatte, musste meine Truppe aufholen. Neben dem Gnoll und den Schwärmen konnte ich noch vier weitere Kobolde erschlagen. Das machte für mich 5 Siegpunkte

The light infantry meanwhile reached an ideal range and put their charms, … um, weapons effectively. Several hits sent the Gnoll to the ground. After the Minotaur could not recover the treasure itself (his base was too big to get into the stone circle), he again interfered in the melee and killed the Gnoll. The goblins now grabbed the magical object (= magic javelins, 6 in number) and ran for their lives. As they were able to score 3 victory points and the chieftain still killed a light infantrymen (= more than 25 points, an additional 1 victory point), my troops had to catch up. Next to the Gnoll and the swarms, I was able to kill another four goblins. That made 5 victory points for me.

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Das Ende! / The end!

Damit endete das Spiel mit 5 zu 4 Siegpunkten zu meinen Gunsten! Schlechter Vater der ich bin! 🙂 Uns beiden hat es Spaß gemacht und obwohl meine Tochter am Anfang viel Pech mit den Aktivierungen hatte, war ein Sieg ihrerseits nicht weit entfernt. Sie konnte die Sonderregeln „Horde“ bei den Kobolden und Rattlingen sowie „Anführer“ beim Gnollhäuptling effektiv einsetzen. Für eine Elfjährige tat sie das sehr, sehr gut! Wir haben vereinbart, das wir demnächst nocheinmal spielen und im Herbst und Winter damit beginnen werden für die „Song of Blades and Heros“-Erweiterungen „Song of Gold and Darkness“ sowie „Song of Wind and Water“ Gelände und ein Dungeon zu basteln. Ich habe dann ja wieder richtig viel Zeit! 😉

The game with 5 to 4 victory points in my favor! Bad father who I am! 🙂 Both of us enjoyed it and although my daughter had a lot of bad luck with the activations in the beginning, a victory was not far away for her. She could use the special rules „Horde“ with the Goblins and Rattlings as well as „Leader“ with the Gnoll-chieftain effectively. For an eleven-year-old she did that very, very well! We have agreed that we will be playing again in the near future and will start to built terrain and maybe a dungeon during autumn and winter for the „Song of Blades and Heros“ extensions „Song of Gold and Darkness“ and „Song of Wind and Water“. Because then I will have a lot of time again! 😉

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Autor: P.

Als Mittvierziger (zum Zeitpunkt der ersten Veröffentlichung hier) sind die Filmplakate die sich auf der Startseite des Blogs befinden, "Kunstwerke" die meine Kindheit und Jugend geprägt haben. Dort sind wohl die Wurzeln meines Hobbys zu verorten. Schwarz-Weiß ist heute noch genauso beliebt, wie es in meiner Kindheit noch solche Übertragungsgeräte gab. ;) Und das Schöne an der Sache ist, es gibt dazu auch die passenden Spiele-Settings! Besucht meine Seite :) : https://histofantasyandpulp.wordpress.com/

Ein Gedanke zu „Spielbericht – Song of Blades and Heros (Arras vs. Aasschlürfer)“

  1. Schöne Sache, wenn man die Kids zum Tabletop animieren kann – auch für einen selber, dann mangelt es nicht an Gelegenheiten zum Spielen *gg*

    Dazu noch schöne Bilder, von schicken Figuren und Gelände – Daumen hoch!

    Gefällt 1 Person

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