Wo komm‘ ich her, wo geh‘ ich hin? Teil 3

 Where do I come from and where do I go to? Part 3

Tabletop

Von der Literatur, zum Film und dann zum Kinderspiel war es nicht weit. Bis es aber zum Tabletop-Hobby reichte, gingen noch viele Jahre ins Land. Eine Zwischenstufe waren damals drei Postrollenspiele. Zwei Namen sind mir noch sehr präsent – Myra und Welt der Waben. Daneben noch ein Spiel im SF-Setting. Wir haben monatlich Spielzüge per Post und Brief versendet, mit Holzfarbstiften Karten gemalt, kreativ das eigene Land, bzw. den eigenen Planeten, gestaltet und vieles mehr. Auch damals, wie heute, schlug immer wieder die Prokrastination zu. 🙂

Coming from literature, heading to movies and then moving to childhood play was not far. But reaching the tabletop hobby lasted many years. An intermediate stage were three (snail) mail RPGs. Two names are still present – „Myra“ and „Welt der Waben“. Additionally, one more game in a SF setting. In that times we sent monthly moves by mail and wrote letters, painted maps with colored wood pencils, created our own country/planet and much more. But once and then (as today) the procrastination struck us. 🙂

Aus den Papierspielen entwickelte sich eine lebhafte Live-Rollenspielwelt. Anfang der 90er Jahre bildete sie die Basis der heutigen LARPs. Und wie es das „Schicksal“ so will, fand der Kontakt zu Zinnfiguren dann über einen LARP-Club statt. Oben links ist meine erste Liebe zu sehen. Battletech! Ein Spiel das ich so nicht mehr gefunden habe – auch wenn es inzwischen wieder aufgelegt ist – und wohl auch nicht mehr finden werde. Wie das nun einmal so ist mit der ersten Liebe. Ich schwöre aber Stein und Bein, dass ich sofort wieder im Regelwerk wäre, sollte ich es heute anfangen „müssen“. Das ist jedoch das Mindeste nach einer Spieldauer von mehr als 10 Jahren. Die ersten Jahre davon jedes Wochenende mit ca. 6 – 8 Stunden. Schöne Zeiten! Vergangene Zeiten!

From the pen and paper games occured a sparkling live role-playing world, which formedthe basis of today’s LARPs in the early 90s. And as it often happens with Lady Fortuna, the first contact with tin soldiers took place in a LARP Club. Top left you can see my first love. Battletech! A game that I haven’t met any longer – even if it is now relaunched – and will probably not even be found in the future again. But that’s it with the first love. And I swear that I would be in the rules again immediately, should I „must“ start today. After playing for more than 10 years, the first years every weekend with about 6 – 8 hours, that would be the least.. Good times! Gone times!

Als sich diese fantastische Spielergruppe, aufgrund von Studium und anderen Dingen, auflöste, hielt ich mich eine Zeitlang mit Rollenspielen über Wasser. Es dauerte dann eine Weile, bis ich wieder Zinn-/Plastikfiguren in Händen hielt. Mit der 6. Edition von Warhammer stieg ich in das fantastische Tabletop ein. Und wusste noch gar nicht, dass es so etwas wie Edition gibt. In einer angenehmen Runde von Mitspielern konnte ich mir mit dem Imperium meine ersten Sporen verdienen und hielt dieser Armee/diesem Volk lange die Treue. Mit der Online-Kampagne „Sturm des Chaos“ fand ich Gefallen an der dunklen Seite dieses Universums und begann die „Dämonische Legion“ zu sammeln und zu spielen. Es reichte zumindest in den ganzen Jahren für einen Pokal für die „Bestbemalte Armee“ bei einem Frankencup in Nürnberg. Mein letzter Streich in der Warhammer-Welt war schließlich der Beginn einer Oger-Armee.

Due to University and other things this formidable group of players broke up. I stopped for a while with RPGs and it took more but a moment until I held tin/plastic miniatures in hands again. With the 6th edition of Warhammer I joined the fantastic tabletop. And I did not even know that there were such things like Editions. In a pleasant player community I could have earned my spurs with the Empire and held this army / this people long and faithful. When the online campaign „Storm of Chaos“ started I fell to the dark side of the universe and began to collect and play the „Demonic Legion„. It was good enough for a trophy for the „Bestpainted Army“ at a Frankencup in Nuremberg. Finally my last match with Warhammer was the beginning of an Ogre army.

Mit der Zeit ermüdete ich aber an der stete „Flut“ an neuen Editionen. Dazu kam die Familie, der Beruf, Umzüge von Mitspielern und Weiterbildungen. Das führte dazu, dass das Hobby nur mehr aus dem Basteln und Bemalen bestand. Das Spiel tendierte gegen null. Es gelang mir dann aber in eine neue Spielergruppe zu wechseln. Trotzdem machte mir das Spiel keinen Spaß mehr! Historische Systeme, noch dazu in einer anderen Systematik, zogen mich mehr in den Bann. „Scharmützel“-Regelwerke benötigten weniger Figuren und brachten diese schneller auf die Platte. Das passte aber auch nicht immer zur Gruppe. Ein Geschenk des Himmels war für mich schließlich das Ende des bekannten Warhammer und das Erscheinen von „Age of Sigmar“. Letzteres traf den Geist der Spielergruppe nicht und als Alternative wurde schließlich „Kings of War“ auserkoren. Sicherlich auch weil dieses System erlaubte, dass die Figuren von Warhammer verwendet werden können. Aber es spielt sich auch „leichter“. Es scheint weniger dubiose Sonderregeln zu haben und hat schnellere Abläufe. Schneller, ohne Abstriche machen zu müssen. Auf zu neuen Ufern! 🙂

But at a time I got tired about the constant „flood“ of new editions. Plus there was the family business, the profession, moving of players and further education. This meant that the hobby was not just more than assembling and painting. Playing tended to near zero. I succeeded in changing to a new group of players. Nevertheless the game „Warhammer“ made no fun anymore! Other systems – historical ones – lurked around the corner. „Skirmish“ –systems needed less miniatures and those can be brought quickly to the plate. But they fit not always to the group. Finally a godsend for me was the end of the known Warhammer and the appearance of „Age of Sigmar“. The latter did not meet the spirit of the group and as an alternative finally „Kings of War“ managed to be the game of the future. Certainly because the new system allowed use the Warhammer miniatures also. But the game feels „smarter“. It seems to have less dubious special rules and works and plays faster. Faster, without having to make any concessions. We are heading to new shores! 🙂

 

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Autor: P.

Als Mittvierziger (zum Zeitpunkt der ersten Veröffentlichung hier) sind die Filmplakate die sich auf der Startseite des Blogs befinden, "Kunstwerke" die meine Kindheit und Jugend geprägt haben. Dort sind wohl die Wurzeln meines Hobbys zu verorten. Schwarz-Weiß ist heute noch genauso beliebt, wie es in meiner Kindheit noch solche Übertragungsgeräte gab. ;) Und das Schöne an der Sache ist, es gibt dazu auch die passenden Spiele-Settings! Besucht meine Seite :) : https://histofantasyandpulp.wordpress.com/

2 Kommentare zu „Wo komm‘ ich her, wo geh‘ ich hin? Teil 3“

  1. Die Unzufriedenheit mit den letzten Editionen von Warhammer hat mich eher in die Skrimisher-Regionen geschoben. Ich habe gefallen daran gefunden, Scharmützel zu spielen. Und es gibt so viele tolle Figuren und auch Regelwerke, da vermisse ich die großen Armeen gar nicht mehr. Ich weiß, ich kann nicht alles spielen, aber vielleicht habe ich auch gerade deshalb kein Interesse an KoW und damit einer Rückkehr zu großen Armeen.

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    1. Es geht mir da ähnlich wie Dir! Hätte ich nicht schon bemalte Miniaturen zur Verfügung gehabt, wäre ich wohl nicht in die Verlegenheit gekommen mit KoW ein Probespiel zu wagen. Ich habe es aber nicht bereut. Es hat einen Funken entfacht, der mich sogar dazu anhält neue Figuren zu kaufen und zu bemalen.

      Ansonsten bin ich in die Skirmish-Sparte gedriftet und fühle mich da sehr wohl. Dazu gibt es in anderen Beiträgen dann mehr.

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