Museumsbesuch – Borobudur

Visiting a Museum – Borobudur

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Im letzten Werkstattbericht habe ich es schon erwähnt, die Monate März und April waren bei mir sehr arbeitsintensiv. Neben Familie und Beruf schreibe ich „nebenher“ an meiner Doktorarbeit und die neigt sich inzwischen dem Ende zu. D. h. der Großteil meiner Freizeit hat aktuell nur diesen einen Schwerpunkt. Im Zuge der Dissertation gelang es mir einen Vortrag für eine internationale Konferenz erfolgreich einzureichen. So flog ich Ende März nach Yogyakarta in Indonesien. Neben der anstrengenden, einwöchigen Konferenz konnte ich aber auch zwei sehr bedeutende Bauwerke besichtigen. Davon jetzt mehr! 🙂

I already mentioned it in the last workshop report, the months March and April were very busy for me. „Besides“ my family and profession, I write  my doctoral thesis, which is now coming to an end. That means, the majority of my spare time has currently  only one focus. In the course of the dissertation, I succeeded in successfully submitting a lecture for an international conference. So I had the chance to fly to Yogyakarta in Indonesia at the end of March. In addition to the strenuous, one-week conference, I also visited two very important buildings. More of that now! 🙂

Einen Tag nach unserer Ankunft in Yogyakarta, am Sonntag, wollten wir uns eine der Weltkulturerbestätten ansehen, die sich in der Nähe der Großstadt befanden. Es gelang uns noch am Samstag, zwei Fahrer zu organisieren, die uns zum Tempel Borobudur brachten. Da er sich nur etwa 25 km von Yogyakarta entfernt befand, dachten wir, dass wir ca. eine halbe Stunde benötigen bis wir vom Hotel aus dort eintreffen würden. Wie das halt so ist – in Deutschland. Aber weit gefehlt! Aufgrund von Regenzeitausläufern, Feiertag und damit verbundenem Stau verbrachten wir fast zwei Stunden mit der Anreise. Eine normale indonesische Zeit.

On Sunday, the day after our arrival in Yogyakarta, we wanted to have look at one of the World Cultural Heritage sites that were close to this big city. On Saturday we managed to organize two drivers who took us to the Borobudur temple. Since it was only about 25 km from Yogyakarta, we thought we would need about half an hour to get there from the hotel. But that would be the case in Germany. We were far from that! Because of rainy season, holiday and connected traffic jam, we spent almost two hours on the streets. A typical Indonesian time frame.

Auf dem Tempelgelände, das im Übrigen abgesperrt ist und Eintritt kostet (für die Touristen etwas mehr als die Einheimischen), ist auch ein Museum untergebracht, das die Geschichte Javas als Seefahrer“nation“ beleuchtet. Die große Insel lag und liegt an bedeutenden Seehandelswegen und Funde auf Java zeugen davon, dass ein reger Austausch stattgefunden haben musste. 2003 wurde im Rahmen einer Expedition die Hochseetauglichkeit alter Schiffsbauten nachgewiesen und ein Nachbau segelte von Jakarta bis nach Accra/Ghana. Eben dieser Nachbau, neben vielen archäologischen Funden, ist im Museum beim Borobudur-Tempel ausgestellt.

There is also a museum on the temple grounds, which illuminates the history of Java as a seafarer „nation“. The large island lay and is still lieing next to important sea trade routes and archaeological finds on Java testify that a lively exchange had taken place. In 2003 an expedition showed the high seasability of old shipbuilding and a replica sailed from Jakarta to Accra/Ghana. And this reconstruction, in addition to many archaeological finds, is exhibited in the museum at the Borobudur temple.

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Ich möchte gar nicht allzu viele Worte über diesen wunderschönen Ort verlieren, denn die Wiki-Artikel sind mit genug Fakten und Daten befüllt. Ich empfehle übrigens den englischen Artikel, denn der ist ausführlicher. Interessant ist in jedem Falle, dass der Tempel ohne Mörtel erbaut wurde. Der Guide den wir angeheuert haben, hat uns erklärt, dass er im Legostein-Prinzip zusammengesetzt wurde und deswegen auch die vielen Erdbeben, die mit den Vulkanen einhergehen, weitgehend unbeschadet überstanden hat.

I do not want to spend too many words about this wonderful place, because the Wiki articles are filled with enough facts and data. I recommend the english article, because it is much more detailed. What is interesting is that the temple was built without mortar. The guide  we hired has told us that it was put together in the Lego brick principle and for this reason, it largely survived unscathed the many earthquakes that are associated with the volcanoes around.

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Überall sind wunderschöne Skulpturen und Reliefe angebracht.

There are beautiful sculptures and Reliefs everywhere.

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Wir fuhren in Yogyakarta bei strömendem Regen los und hatten das Vergnügen, bei leichtem Regen den Tempel zu erklimmen. Aber das Glück war uns hold und es klarte auf. Naja, zumindest der Regen hörte auf. 🙂

We started in Yogyakarta in the pouring rain and had the pleasure of climbing the temple in light rain. But we had luck and it cleared up. Well, at least the rain stopped. 🙂

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Hier sieht man schön den majestätischen Vulkan Merapi im Hintergrund. Schon auf dem Hinflug wurden wir darauf hingewiesen, dass er nicht nur aktiv sei, sondern auch als einer der gefährlichsten Vulkane der Welt galt. Das macht eine Reise doch gleich viel spannender, oder?

In the background you can see the majestic volcano Merapi . When we were on the flight to Indonesia we were pointed out that it was not only active, but also as one of the most dangerous volcanoes in the world. This makes a trip more exciting, doesn’t it?

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Wer sich für Architektur, Bildhauerei, Steinmetzkunst, fremde Kulturen und Religion interessiert, ist hier hervorragend aufgehoben. Hier noch ein Panoramafoto das mir gelang, obwohl (es war ein Feiertag) Massen an (einheimischen) Touristen und Besuchern da waren.

Anyone who is interested in architecture, sculpture, stonemasonry, foreign cultures and religion is excellently cared for here. So, this is a panorama photo that I managed to get, although (there was a holiday) crowds of (local) tourists and visitors were there with us.

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Letztlich kamen wir auch auf der Tempelspitze an und konnten dort Dutzende von Stupas bewundern. Das Foto der zentralen, großen Stupa in der Mitte des Tempels habe ich ausgelassen, denn da turnten zuviele Menschen herum. Ach ja, wer als Europäer oder Westler auf Java unterwegs ist, der sollte damit rechnen, dass er ungeniert angesprochen und um ein gemeinsames Foto gebeten wird – und das von Jung (Kinder und Jugendliche) und Alt (Großmütter und Großväter). Andere fragen gar nicht lange nach, sondern fotografieren einen heimlich. Es gibt also noch immer Weltgegenden, in denen es nicht selbstverständlich ist, dass Angehörige anderer Kulturen mal eben zu Besuch unterwegs sind. 🙂 Lästig war es nicht, denn alle waren unheimlich freundlich!

In the end, we arrived at the temples top and could admire dozens of stupas. I have left out the photo of the central, big stupa in the middle of the temple, because there were too many people around. Oh yes, for those who are traveling as an European or Westerner on Java, you should expect that you will be unquestionably addressed and asked for a common photo – and that of young (children and adolescents) and old (grandmothers and grandfathers). Others even do not ask for long, but photograph one secretly. So there are still territories where it is not self-evident that members of other cultures are on the road. 🙂 It was not annoying, because everyone was eerily friendly!

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Um Euch noch einen kleinen Überblick über das fantastische Bauwerk zu geben, habe ich auf YouTube diesen kleinen Film gefunden. Er ist nicht (!) von mir, doch zeigt er aus der Vogelperspektive wunderbar welch prächtiges Bauwerk ich erleben durfte.

To give you a small overview of the fantastic building, I found this small movie on YouTube. It is not (!) from me, but it Shows what magnificent building I could experience.

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Autor: P.

Als Mittvierziger (zum Zeitpunkt der ersten Veröffentlichung hier) sind die Filmplakate die sich auf der Startseite des Blogs befinden, "Kunstwerke" die meine Kindheit und Jugend geprägt haben. Dort sind wohl die Wurzeln meines Hobbys zu verorten. Schwarz-Weiß ist heute noch genauso beliebt, wie es in meiner Kindheit noch solche Übertragungsgeräte gab. ;) Und das Schöne an der Sache ist, es gibt dazu auch die passenden Spiele-Settings! Besucht meine Seite :) : https://histofantasyandpulp.wordpress.com/

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