Museumsbesuch – Weit zurück in der Zeit (Teil 1 – Der Limes)

Visiting a Museum – far back in time (Part 1 – The Limes)

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Vor einiger Zeit war ich geschäftlich unterwegs und fuhr (wieder einmal) in der Nähe des Limes vorbei. Dieser verlief nicht allzu weit von meiner Heimat und auch wenn wir vor fast zweitausend Jahren zu den Barbaren zählten, also nicht in den Genuss römischer Regierung kamen 😉 , ist er als Ausflugsziel doch sehr interessant. Beim Vorbeifahren entdeckte ich einen römischen Wachturm – unsere kleine Tochter bereitete gerade ein Referat mit dem Thema „Römer & Kelten“ vor – und mein Interesse war geweckt. Jetzt am Wochenende machten wir also einen kleinen Familienausflug dorthin. Auch das nahe gelegene Römermuseum in Osterburken war geplant. Dazu dann in Teil 2 mehr.

Two weeks ago I was on a business trip and past the nearby Limes. It is not too far away from home, and even when we were among the barbarians almost two thousand years ago, and so could not enjoy the Roman government 😉 , it is very interesting to visit. When driving by, I discovered a Roman watchtower – our little daughter was preparing a paper on the topic „Romans & Celts“ at this time – and my interest was raised. So this weekend we made a little family trip over there. The nearby Roman museum in Osterburken was planned too. For this more in Part 2.

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Die Dichte an römischen Hinterlassenschaften ist in der Limesnähe sehr hoch und die Städte und Gemeinden der Gegend versuchen den Touristen etliches zu bieten. Der Limes als Weltkulturerbe bietet sich dafür selbstverständlich ebenfalls an. Gerade für Wanderfreunde ist der Verlauf des Bauwerkes ideal! So auch in Osterburken.

The density of Roman legacy is very high near the Limes and the cities and towns all around  are trying to host services for tourists. The Limes as a World Heritage Site is ideal for this. Especially for hikers it is perfect! Also in Osterburken.

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Nach kurzer Fahrt kamen wir am Wachturm an, wurden aber gleich „enttäuscht“. Er war verschlossen. Um den Wachturm zu besteigen, mussten wir uns erst im Römermuseum, in der Stadt, eine Zugangsmünze besorgen. Die Angst um das schöne Bauwerk ist wohl recht groß. Das war aber nicht so dramatisch für uns, denn erstens wollten wir uns sowieso das Museum ansehen und zweitens gab es auch hier schon interessante Tafeln zu sehen, die so manches erläuterten. Damit Ihr einiges verfolgen könnt, war ich so frei und habe sie fotografiert.

After a short drive we arrived at the watchtower, but were somewhat „disappointed“. It was locked. To climb the watchtower, we had to move to the Roman museum in the city and get a coin for access. But that was not that dramatic for us, firstly because we wanted to visit the museum anyway, and secondly, there were already some  interesting panels that explained much. I took some photographs for you.

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Hier sieht man die (Außen-)Rekonstruktion eines Limes-Wachturms. Von außen gleicht er einem Wachturm aus der Zeit des dritten Jahrhunderts nach Christus, ist aber als Aussichtsturm angelegt. D. h. das Bauwerk ist innen hohl und nur mit einem Aufgang zur Balustrade ausgestattet. Dazu ist ein Stück Limes-Mauer angebaut, denn hier in der Gegend haben römische Soldaten tatsächlich ein ca. 20 km langes Stück der Grenzbefestigung als Mauer errichtet, ähnlich wie beim rätischen Limes. Vor dem Turm und der Mauer ist noch ein Erdwall und der dazugehörige Graben zu sehen. Warum die ursprüngliche Eingangstüre vermauert ist, könnt Ihr auf den Informationstafeln lesen.

At this point you can see the (outer) reconstruction of a Limes watchtower. From the outside it resembles a watchtower dating from the third century AD, but is designed as a lookout tower. Ie. the structure is hollow inside and only equipped with a stairway to the balustrade. A piece of the stone-made Limes wall has also been erected, because around here Roman soldiers actually built a 20 km long stretch of the border fortification as stone-wall (and not with timber), similar to the Rhaetian Limes (sorry there was no english explanation in Wikipedia 😦 ). In front of the tower and the wall you can see an earthen rampart and the corresponding ditch. You can read the reason for the walled up entrance door on the information boards.

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Die Tafeln erläutern dem Interessierten wie sich im Laufe der Zeit die Limesbefestigung verändert hat.

The panels illustrate in which way the Limes fortifications have changed in time.

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Nach dem Besuch des Museums und dem Erwerb einer Münze, konnten wir am Abend schließlich den Turm besteigen und den Blick in die Landschaft genießen.

After visiting the museum and the acquisition of a coin, we were finally able to climb the tower and enjoy the view in the evening landscape.

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Und weil wir ganz viel Vorstellungskraft hatten, erschienen vor unserem geistigen Auge dann die römischen Legionäre und wir sahen, wie sie vor zweitausend Jahren den Limes errichteten und Patrouille marschierten. 🙂

And because we had a lot of imagination, infront of our mind’s eye the Roman legionaries appeared  and we saw how they built and patrol marched the Limes two thousand years ago . 🙂

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Teil 2 des Ausflugs folgt demnächst!

Part 2 of the tour will follow soon!

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Autor: P.

Als Mittvierziger (zum Zeitpunkt der ersten Veröffentlichung hier) sind die Filmplakate die sich auf der Startseite des Blogs befinden, "Kunstwerke" die meine Kindheit und Jugend geprägt haben. Dort sind wohl die Wurzeln meines Hobbys zu verorten. Schwarz-Weiß ist heute noch genauso beliebt, wie es in meiner Kindheit noch solche Übertragungsgeräte gab. ;) Und das Schöne an der Sache ist, es gibt dazu auch die passenden Spiele-Settings! Besucht meine Seite :) : https://histofantasyandpulp.wordpress.com/

3 Kommentare zu „Museumsbesuch – Weit zurück in der Zeit (Teil 1 – Der Limes)“

  1. Nein, nicht nur die Mauer, bzw. den Wall. Unter Limes wird i. Allg. die komplette Grenzsicherungsanlage verstanden. Eine Mauer gab es ja in erster Linie am Raetischen Limes (dort auch als „Teufelsmauer“ bezeichnet). Wenn die Grenze an einen Fluss grenzte, sparten sich die Römer auch eine Befestigung – man spricht hier dann vom „Nassen Limes“. Ich empfehle den Wikipedia-Artikel „Limes“, dort ist eine sehr schöne, interessante und detaillierte Darstellung nachlesbar.

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  2. Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten.
    – Bob Baumeister

    Schön zu sehen, daß es weitergeht im Blog. Gibt im Lande eine Menge zu entdecken links und rechts des Weges, wenn man es denn sehen will.

    Tip: Wenn Du durch oder gegen Glasscheiben fotografierst, oder andere reflektierende Oberflächen wie Hochglanzcover oder Blister mit Minis drin, die Kamera nicht senkrecht, sondern leicht schräg zur Oberfläche halten. Dadurch vermeidest Du die störende Reflektion des Blitzes, die sich als heller Fleck auf dem Bild bemerkbar macht.

    Weitermachen!
    Gruß NogegoN

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