Spielbericht – Medieval Warfare (Ottonen vs. Wikinger)

Battle report – Medieval Warfare (Ottonions vs. Vikings)

OttWik

Letzten Freitag kam Andreas zu Besuch und wir wollten uns erneut an Medieval Warfare von Foundry versuchen. Wir hatten beide   große Lust darauf – bei diesem Spiel dann allerdings mit einigen Regeln mehr als im Erstversuch. Wir dachten, wir seien regelfest genug um es zu wagen. Also packten wir Geländeregeln sowie Sonderformationen (Schildwall und Eberkopf) mit hinein.

Last Friday Andreas came visiting me and we wanted to try  Medieval Warfare from Foundry again. We both had a great desire in this game, but now with some more rules. So we added terrain rules and some special formations (shieldwall and wedge).

Neben den erweiterten Regeln bauten wir noch zwei weitere Modifikationen ein. Medieval Warfare verlangt grundsätzlich zwei Befehlshaber (General und Oberbefehlshaber). Da wir aber nur überschaubar viele Einheiten zur Verfügung hatten, reduzierten wir auf einen General. Andreas bezeichnete dies charmant als „Gefühl der Knappheit“! 🙂 Also für jeden nur eine Person die Befehle an Einheiten verteilen konnte. Darüber hinaus widmete er die Bondi-Bogenschützen zu normalen Bondi um. Die Beschussfähigkeiten aus unserem ersten Spiel hatten ihn nicht überzeugt und er wollte mehr Nahkampffähigkeiten. Im Gegensatz zu unserem ersten Spiel übernahm ich dieses mal die ottonischen Streitkräfte.

In addition to the advanced rules we made two other additional modifications. Medieval Warfare basically requires two commanders (General and Overall Commander), but as we only had a manageable number of units we reduced it to a single General. Andreas called this charming „feeling of scarcity“! 🙂 So only one person could distribute the commands to our units. He also dedicated his Bondi-archers to normal Bondi. Their  missile capabilities from our first game had not convinced him and he wanted more melee abilities.


Ottonen / Ottonions

  • 5 x Plänkler Bogenschützen (Skirmisher with Bows)
  • 6 x Leichte Speerträger m. Schild (Light Armoured Infantry with spear w. shields)
  • 4 x Schwere Speerträger m. Schild (Heavy Armoured Infantery with Spear a. shield)
  • 2 x Plänklerkavallerie m. Wurfspeeren (Skirmish Cavalry w. Javelins)
  • 3 x Milites m. Lanze u. Schild (Milites w. lance a. shield)
  • Oberbefehlshaber beritten m. Lanze u. Schild (Overall Commander on horse w. lance a. shield)

Wikinger / Vikings

  • 5 x Bondi m. leichter Rüstung (w. light armour)
  • 5 x Bondi  m. leichter Rüstung (w. light armour)
  • 6 x Bondi m. schwerer Rüstung (w. heavy armour)
  • 8 x Huscarls m. Axt u. Schild (Huscarls w. axes a. shields)
  • Oberbefehlshaber m. Axt u. Schild (Overall Commander w. axe a. shield)

Die beiden Armeen trafen sich schließlich in einer grünen Heidelandschaft mit drei dichten Wäldern (d. h. Infanterie hat Bewegungsschwierigkeiten: 1W3 oder 1W6 reduzierte Bewegung; Kavallerie nur noch 1 Zoll Reichweite).

The two armies finally met in a green heath with three dense forests (ie infantry has movement difficulties: 1d3 or 1d6 reduced movement; cavalry only 1 inch reach).

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Aufstellung / Setting

Der Wikinger-General konnte drei Befehle (Status: getreu) vergeben, mein kaiserlicher hingegen vier (Status: heldenhaft). Bei sechs eigenen Einheiten machte das aber schon zwei meiner Einheiten nicht steuerbar. Egal! In der strategischen Bewegung laufen Einheiten (außerhalb des Befehlsradius‘) oder ohne Befehle sowieso immer gerade aus, bis sie 12 Zoll vor feindlichen Truppen zum Stehen kommen. So wollte ich das auch mit meinen Plänklerbogenschützen (links unten) handhaben. Sie sollten sich durch den Wald auf die Wikinger zubewegen. Als Plänker hatten sie ohnehin nur sehr geringe Einbußen durch das dichte Unterholz.

The Viking-General was able to give three commands (Status: stalwart), my imperial in contrast four (Status: heroic). But with six Units in my hands that made two Units of mine not controllable. No matter! In the strategic movement phase units outside of command range or without commands move straight ahead until they reach a 12 inches distance in front of enemy troops. I wanted to handle it in this way with my skirmishing archers (bottom left) . They should move through the forest straight to the Vikings. As skirmisher they had only few problems with the dense undergrowth.

4
Die Streiter für das Heilige Römische Reich / The warriors of the Holy Roman Empire

 

5
Die Plage aus dem Norden / The northern plague

 

2
Harald Blauzahns Vorhut / The vanguard of Harald Bluetooth

Meine leichte Reiterei preschte vor und ich dachte, dass sie ihre Wurfspeere einsetzen könnten. Doch weil ich unbedacht war, waren sie dann in der Folgerunde außerhalb der Befehlsreichweite – und weil es so ein Ding mit Regelfestigkeit ist, fand hier schon ein Fehler meinerseits statt. Fernkampf-Einheiten benötigen keinen Schießbefehl! Sobald Sie in Reichweite sind, schießen sie auf die Einheit die am nähesten ist. Das war mir auch bei meinen Bogenschützen nicht bewusst – im späteren Spielverlauf.

My light cavalry rushed ahead and I thought that they could use their javelins. But because I was reckless, in the next round they were outside the command range – and because it is such a thing with rules and the knowledge about them I made a mistake here. Ranged units have no orders to shoot. Once you are in range, they shoot at the unit that is closest. That got me again with my archers  – later in the game

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Exponierte leichte Kavallerie / Exposed light cavalry

Und das war der Anblick der sich den Reitern ihnen bot:

And this was the riders view:

8
Der General und seine Huscarls / The General and his Huscarls

Während meine Panzerreiter und die schwere Infanterie versuchten über die rechte Flanke zu kommen, marschierte mein Block leichter Speerträger direkt in die Mitte des Schlachtfeldes.

While my Heavy Cavalry and the Heavy Infantry tryed to get onto the right flank, my contingent of Light Infantry marched directly into the middle of the battlefield.

9
Vor dem Aufeinandertreffen / Just before the clash

 

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Erste Opfer / First blood

Im ersten Bild sieht man, dass meine Bogenschützen zwar aus dem Wald getreten sind, aber dort dann leider untätig dem ganzen Schlachten zusahen (Regeln müsste man kennen! 😉 ). Im Gegensatz zu einer Bondi-Einheit der Wikinger haben sie sich aber nicht im Wald verirrt. Diese waren nämlich nahezu das komplette Spiel nicht einsatzfähig.

In the first picture you can see that my archers managed to come out of the woods, but then they unfortunately watched the entire time the  slaughtering (nice if you know the rules 😉 ) without any reaction. Unlike a  unit of Bondi that lost their way in the woods. These were almost not operational during the entire game.

11
Wo geht es hier raus? / Where can I get out of here?

Bei dem oben angerissenen Nahkampf machten Andreas und ich den größten Fehler des Spiels. Wir begannen einen multiplen Nahkampf. Erst eine Einheit von mir (leichte Speerträger) gegen drei Einheiten (Huscarls, General und Bondis) von Andreas. Die Abwicklung dieses Gefechts, sowie die Entdeckung, das wir beim ersten Spiel (vor drei Monaten!) grobe Fehler bei der Abwicklung des Nahkampf-Procederes gemacht hatten, hielt uns unheimlich lange auf! Wäre es ein „einfaches“ Gefecht zwischen zwei Einheiten gewesen, dann wäre unser Frust etwas weniger ausgeprägt gewesen. Nachdem wir uns aber da durchgewurschtelt hatten, ging es wieder bergauf. 🙂

Andreas and I made the biggest mistake of the game with the above mentioned melee. We started a multiple combat. First only one of my units (Light infantry) fought against three units (Huscarls, General and Bondi) from Andreas. The battle, and the discovery that we made serious mistakes in the handling of the melee procedures during our first game (three months ago!), lasted for ages! Would it had been a „simple“ battle between two units, our frustration would have been somewhat less. But after we went through  this things turned around. 🙂

 

13
Flucht / Escape

 

Die Speerträger wurden vernichtet und die leichten Reiter ergriffen die Flucht, verfolgt von den Huscarls. Auf der rechten Flanke prallte die schwere Kavallerie in die schwer gerüsteten Bondi, konnte diese jedoch nicht brechen. Meine schwere Infanterie wartete währenddessen auf den Angriff weiterer Bondis.

The Light Infantry was destroyed and the light Cavalry fled, pursued by the Huscarls. On the right flank the Milites crashed into the heavily armored Bondi, but could not break them. Meanwhile my Heavy Infantry waited for further attacks of Bondis.

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Reiterei gegen Fußtruppen / Cavalry against infantry

Die Milites wurden schließlich von der Übermacht der wikingischen Fußtruppen in die Flucht geschlagen. Diese konnten nun die Flanke der schweren Infanterie angreifen und auch diese Einheit, in Kombination mit einem Frontalangriff durch Bondis, vernichten.

The Milites were finally defeated by the superior strength of the viking infantry and forced to flee. The Vikings got the flank of my heavy Infantry and this, in combination with a frontal attack, destroyed them.

15
Flucht, Tod und Verderben / Escape, Dead and ruin

 

Damit war ein Drittel meiner Streitmacht vernichtet und das Spiel endete mit einem Sieg der Wikinger!

With this a third of my force was destroyed and the game ended with a victory for the Vikings!

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Alles auf der Flucht / All is on the run

 

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Kessel des Todes / Caldron of death

 

Fazit / Conclusion:

Das Spiel war vorüber. Wir spielten fast vier Stunden für eine Partie, die maximal anderthalb bis zwei Stunden dauern sollte! Woran lag es? Zum einen lag das letzte und gleichzeitig erste Spiel „Medieval Warfare“ drei (!) Monate zurück. Wir mussten so manches an Regeln wieder nachschlagen. Dann hielt uns der multiple Nahkampf unheimlich lange auf. Nachschlagen, übersetzen, anwenden, Unsicherheit, nochmals nachschlagen. Das hielt unheimlich lange auf. Die folgenden Kämpfe wurden im Vergleich dazu blitzschnell abgewickelt. Wie sagte Andreas während des Spiels: „Und wir werden immer noch viel falsch machen, bzw. gemacht haben!“. Recht hatte er! Wie man beim Beschuss sieht. Aber was will man, ich, beim zweiten Spiel auch erwarten. Spaß hat es mir auf jeden Fall gemacht – aber ich habe auch festgestellt, dass ich die Einheiten der beiden Armeen im Vorfeld falsch zusammen gestellt habe. Nun mit ein wenig Spielpraxis, müssen die Ottonen erheblich modifiziert werden. Auch die Wikinger vertragen einiges an Umorganisation. Aber so ist das im Hobby! 🙂 Vielleicht mag ja auch Andreas einen kleinen Kommentar zum Spiel abgeben.

The game was over. We played almost four hours for a game that should last at maximum one and a half or two hours! Why that? Firstly, the last but also first game of „Medieval Warfare“ laid back three (!) months. There were so many things to look up again. Then the multiple combat kept us for so long. Lookup, translate, using, uncertainty, looking up again. That kept incredibly long. The following fights were handled superfast. A nice quotation from Andreas during the game: „And we will still make a lot of things wrong!“. He was so right! As you can see with the missile fire phase. But „Hey“ that was the second game. I definitely had fun – but I also found out that I have to work on the units of the two armies. Now with a little practice, I guess that the Ottonions have to be substantially modified. Also the Vikings need a bit of reorganization. But that is the hobby! 🙂 Maybe Andreas likes leave a short comment.

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Autor: P.

Als Mittvierziger (zum Zeitpunkt der ersten Veröffentlichung hier) sind die Filmplakate die sich auf der Startseite des Blogs befinden, "Kunstwerke" die meine Kindheit und Jugend geprägt haben. Dort sind wohl die Wurzeln meines Hobbys zu verorten. Schwarz-Weiß ist heute noch genauso beliebt, wie es in meiner Kindheit noch solche Übertragungsgeräte gab. ;) Und das Schöne an der Sache ist, es gibt dazu auch die passenden Spiele-Settings! Besucht meine Seite :) : https://histofantasyandpulp.wordpress.com/

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